Donnerstag, 11. Juni 2020

Der Lauscher – eine erotische Kurzgeschichte

In dieser erotischen Kurzgeschichte wird ein Junge ungewollt zum Lauscher: Er hört das pikante Gespräch zweier junger Frauen mit an. Doch die Wirkung auf den Zuhörer ist eine andere, als man zunächst vielleicht vermuten möchte. (Außerdem noch eine Warnung: Der Text enthält zwar keinen vulgären Porno-Sprech, doch einige der Formulierungen sind sehr deutlich.)

Der Lauscher


jona funk  / pixelio.de
Benjamin ruhte auf dem Liegestuhl und ließ sich die Nachmittagssonne ins Gesicht scheinen. sonntäglicher Frieden lag über dem Garten. Weit entfernt war ein Rasenmäher zu hören. Seine Schwester, seine Eltern, alle waren fort, er hatte Zeit für sich. Der Junge schloss die Augen.

Kurz streiften seine Gedanken die Schule, doch daran wollte er nicht denken. Noch drei Wochen bis zu den Sommerferien, seufzte er innerlich. Er öffnete die Augen wieder und blickte in die Zweige des Fliederbuschs, die sich über ihm erhoben. Die Blüten waren schon lange verblüht, seine Mutter hatte sie im Frühjahr in einer Vase auf den Esstisch gestellt. Hinter dem Strauch war der Nachbargarten.

Benjamins Augen wurden wieder schwer und schlossen sich. Doch schon kurz darauf war er wieder wach. Jenseits des Fliederstrauchs waren Stimmen zu hören, Frauenstimmen, der Junge kannte sie gut. Es waren Nora, seine große Schwester, und Lisa, die Tochter der Nachbarn. Die beiden Freundinnen hatte sich offenbar auf der anderen Seite des Fliederbuschs niedergelassen.

Der Junge seufzte innerlich erneut: Schluss mit Ruhe und Frieden, jetzt darf ich mir Weiber-Geplapper anhören. Ist wohl besser ich gehe. Er blieb aber liegen, denn das Gespräch hinter dem Fliederstrauch nahm eine ungewöhnliche Wendung.

Es war Lisas Stimme, die etwas leiser geworden war: „Und dann hat er vor mir gestanden, fast nackt! Nur seine Short hat er noch angehabt.“ „Ist er gut gebaut?“, hörte Benjamin seine Schwester mit leisem Ton fragen. „Und wie“, gab Lisa zur Antwort, „du weißt ja wie sportlich Sven ist. Dass sah schon verflucht sexy aus. Und soll ich dir was sagen, ich konnte es unter dem Stoff seiner Short genau sehen – er hatte einen Steifen!“

„Und dann, was hast du gemacht?“, drang Nora ihre Freundin zum Weitererzählen. „Ich durfte ihm die Short ausziehen“, sprach Lisa weiter. „Und ich durfte ihn anfassen, er war total hart.“ „Hast du ihn gewichst?“, wollte Nora nun wissen. „Ja“, erwiderte Lisa und fuhr fort: „Ich habe ihn gerieben und ich habe ihn geleckt, und dann …“. Weiter kam sie nicht. Ein Klingelton unterbrach sowohl das pikante Gespräch jenseits des Flieders als auch das faszinierte Lauschen Benjamins.

Kurz darauf waren die beiden Freundinnen fort. Irgendwer hatte Lisa auf ihrem Mobiltelefon angerufen und so für Aufbruch gesorgt. Benjamin lag immer noch auf dem Liegestuhl. Die Worte, die er gehört hatte, waberten durch seinen Kopf; der Junge war sehr erregt.

In seiner Vorstellung war er an Lisas Stelle – und er rieb und leckte.

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