Freitag, 9. November 2018

Gedicht: Feuerflammen

Ein Herbst-Gedicht, oder doch etwas mehr als das? Entscheidet selbst. Text und Bild entstanden heute Vormittag, ein schönes Wochenende Euch allen.

Herbst-Laub in voller Pracht.
© Pirandîl

Feuerflammen


Feuerflammen, Farbenpracht,
so bunt vergeht, was einmal war;
ein letztes Glühen alter Pracht,
es brennt so licht die Blätterschar.

Im Tanzen sterben, doch nicht lang‘,
der Fluss verharrt wohl nimmermehr;
ein endlos weiter, weiter Strang,
ein reiches Band ohn‘ Wiederkehr.

Kommentare:

  1. Wow, auch sehr gut. Ich finde, du könntest fast aus jeder zweiten Zeile noch das erste Wort streichen, etwa so:

    Feuerflammen, Farbenpracht,
    bunt vergeht, was einmal war,
    letztes Glühen alter Pracht
    brennt lichterloh in Blätterschar.

    Im Tanzen sterben, doch nicht lang,
    Fluss verharrt wohl nimmermehr;
    ein eindlos, weiter, weiter Strang,
    reiches Band ohn' Wiederkehrt.

    Ich finde da hast du nochmal ein bisschen Zug im Kreislauf, wobei ich mich gerade frage, ob ich da mitgehen kann, bei "ohne Wiederkehr". Eigentlich müsste es "mit" heißen, oder?

    Peace

    Basti

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    1. Hallo und vielen Dank für den Vorschlag, Deine Variante gefällt mir ebenfalls. Allerdings bin ich ein großer Freund des jambischen Versmaßes, daher habe ich mich für die unbetonten Auftakte entschieden. Liebe Grüße, Pirandîl

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