Sonntag, 8. Oktober 2017

Die Legende von Schatmanjah

© NASA, ESA, and the
Hubble Heritage, eingebunden
über Wikipedia.
10.000 Welten durchstreifen die Weite des Telandrim-Nebels. Ganz am Rand der interstellaren Wolke kreist das Reich der Dame Schatmanjah. Einst war diese Welt voller Feuer. Doch heute ist sie eine Einöde, reich an eisigen Schatten und gefrorenen Gasen. Hier herrscht Schatmanjah, die dürstete Gottheit des verlorenen Lichts, die Stets-Hungernde, die alles und jeden verschlingt.

Es war Gol-Kurun, der die Welt der Schatmanjah in die Dunkelheit riss. Schon viele Zeitalter ist es her, da kam der Gewaltige aus der Schwärze des Raums. Zahllose Welten des Telandrim-Nebels wurden durch sein Erscheinen aus ihren Bahnen geworfen, doch keine wurde so sehr getroffen, wie die Welt der Dame Schatmanjah.

Das Wollen um jeden Preis ist der ewige Fluch des Gol-Kurun. So sah der Gewaltige die junge Schatmanjah, und er war geblendet von ihrer Schönheit. Sie tobte und brannte vergebens, der Gol-Kurun warf sie nieder, schändete sie, schleuderte sie achtlos fort und raubte ihr Feuer und Licht.

Seitdem kreist Schatmanjah am äußersten Rand des Telandrim-Nebels. Dunkel ist ihre Welt und dunkel ist auch ihr Geist. Doch einst, nach vielen Zeitaltern, wird der Narr Hildarim als brennende Fackel aus der Unendlichkeit stürzen. Singend und lachend wird er herniederfallen und der Schatmanjah neues Feuer bringen.

1 Kommentar:

  1. Toll! Begeistert mich auf Anhieb!

    Herzliche Grüße,
    Schattentänzerin

    AntwortenLöschen