Sonntag, 2. Juli 2017

Der Weg ist falsch

Ein Strick am Baum, ein S-Bahn-Gleis, …
© Pirandîl
Ein Strick am Baum,
ein S-Bahn-Gleis,
Gedankenblasen,
unheilsschwarz,
ein Wispern
in der Schädelkluft.
Der Weg ist falsch;
nur weg,
hinfort ...

Wie beginnen? Am besten mit einem Rückblick. Das Gedicht, das Ihr oben lest, entstand am 28. April auf dem Heimweg von der Arbeit. Sechzehn Tage zuvor hatte ich meinen Blog stillgelegt, wie Ihr in dem Post „Frühlings-Blogpause, vorübergehend“ nachlesen könnt. Der Umstand, dass ich wegen eines neuen Arbeitsplatzes meinen Blog liegen ließ, hätte mir eine Warnung sein sollen. 

Seit jeher bin ich sehr sensibel für meine unmittelbare Umwelt, das Tai Chi hat diese Eigenschaft eventuell noch verstärkt. Den Mai über versank ich in Depressionen. Die Gedichte, die ich in dieser Zeit schrieb, sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin froh, dass meine Lebensgefährtin Silvanja mir beistand, ich bin ihr sehr dankbar dafür.

Nun hat sich der Knoten gelöst. Viele werden meine Entscheidung für töricht halten: Ich habe eine unbefristete Festanstellung im öffentlichen Dienst noch in der Probezeit gekündigt, um eine schlechter bezahlte, befristete Stelle anzunehmen. Töricht, vielleicht, aber doch richtig. Ich war auf dem falschen Weg …

Pirandîl, 2. Juli 2017

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