Freitag, 10. März 2017

Als totes Tier

Müde bin ich, geh zur Ruh,
als Stein, als Baum, als totes Tier,
fabrikschlot- und gedankenschwer.

Um fünf gefriert der Arbeitsplatz,
verronnen sind mir Leib und Lust,
bald liege ich im Schatten-Hain ...

Als Wasser, Wind, als totes Tier;
ach wär’ ich’s doch,
es wär’ so schön.

Damit kein falscher Eindruck entsteht, der Text ist keine Momentaufnahme. Er entstand Anfang Februar während eines moralischen Tiefpunkts bei der Arbeit. Heute Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, musste ich daran denken. Wie schon öfter in meinem Blog erwähnt: Worte haben heilende Kraft, ich bin sehr dankbar darum. 

1 Kommentar:

  1. Ein unglaublich starkes, intensives Gedicht! Dass diese Worte und Bilder heilende Kraft besitzen, glaube ich dir sofort.

    Sei ganz herzlich gegrüßt,
    Schattentüänzerin

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