Montag, 6. Juli 2015

Lichtrausch am Abend...

Die Nächte sind zurzeit tropisch und das Einschlafen fällt mir schwer. Wenn des Nachts das Gehirn kocht, taumeln die Gedanken auf vergessenen Pfaden, gerne verirren sie sich. Plötzlich ist die Erinnerung da, an die Nacht, die einmal gewesen und die auch tropisch war, an die Worte, den Text, an den „Lichtrausch am Abend“ in einer schweißnassen Julinacht:

Lichtrausch am Abend...


Lichtrausch am Abend, die Julinacht tanzt:
Blutgeiles Leben in Wärme gebannt,
ich träumte dein Antlitz, Geliebte.

Ich schmeckte dich innig, erinnerungssatt,
dein Kuss, deine Haut, deine Hände.
Ich hörte dich rufen, du locktest so sacht,
dein Atem, dein Duft ohne Ende.

Lichtrausch am Abend, die Julinacht stirbt.
Ich träumte.
Ein Traum nur der blendet.
Der blutgeil das Hirn mir zerkaut
und schweißnass die Nacht mir verschwendet.

Juli 2010


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Kommentare:

  1. Lieber Pirandîl,
    ja, diese vernünftige Stimme ist manchmal Gold wert - manchmal möchte man sie aber auch nur an die Wand klatschen...

    Danke für deine Worte, gerade weil du nicht viel mit Diagnostik am Hut hast. Letztlich ist es auch egal, welchen Namen man dem Kind gibt, nehme ich an.

    Hab einen schönen Abend,
    Anna.

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  2. Deine poetischen Texte, so vielseitig wie das Leben selbst, liebe ich sehr. Und ich bewundere es ganz besonders, aus wie vielen verschiedenen Themen du deine Inspiration schöpfst. Das Gedicht oben mit seiner so lebhaften Erinnerung und seiner unerfüllten Sehnsucht berührt mich sehr. Danke fürs Teilen und herzliche Grüße!

    P.S. Bitte verzeih, dass ich deinen Kommentar auf meinem Blog noch nicht beantwortet habe. Ich war aus gesundheitlichen Gründen etwas abgelenkt in der letzten Zeit.

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