Montag, 6. Juli 2015

Im Untergrund – auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt

Auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main.
© Pirandîl
Unter der bröckelnden Maske bürgerlicher Sonntagsgewissheit dämmert der Untergrund. Er wartet. Ungeheuer sind wir alle, wir vergessen es nur so gern. Wer hätte noch nicht in Gedanken gemordet? Ich kenne meine Dämonen. Ich will sie nicht missen, doch einige von ihnen will ich nun schlafen legen. Nicht alle taugen für den Kampf. Der Sommer war noch nie meine Zeit...

Diese Gedankennotiz mag etwas wirr erscheinen, aber so sind Gedanken eben manchmal. Der Text und das Foto entstanden heute Nachmittag bei einem Spaziergang auf dem Hauptfriedhof von Frankfurt am Main. Es ist wirklich schön dort.

Liebe Grüße, Pirandîl

1 Kommentar:

  1. Hallo Pirandil,
    deine Gedankennotiz ist sehr gut nachvollziehbar. Jeder muss mit mehr oder weniger Dämonen zurechtkommen, manchmal ist es allerdings sehr schwer, jene aus dem Kopf zu kriegen, die man so gerne weit weg wüsste.
    Ich mag den Friedhof, für mich spiegelt er das gelebte Leben wider, was für manche kurz für andere länger dauerte. Selbst bei Regen, Düsternis usw. hat er auf mich nie eine beängstigende Wirkung, nein im Gegenteil, egal ob Regen oder Sonnenschein, ich fühle mich geborgen, aufgenommen in den Armen der vielen Engel, die ich rundum mich sehen kann.
    Es ist bestimmt keine Todessehnsucht, die mich begleitet, doch je positiver man dem gegenübersteht, desto friedvoller wird es für mich.
    Ich wünsche dir, dass du auch den Sommer wieder genießen kannst.
    LG Sadie

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