Freitag, 3. Juli 2015

Bald grüßt uns die Nacht – ein Prosa-Gedicht

Der Hungernde hungert, hier wird niemand satt. Eisern häckselt der Schichtplan die Zeit: Bald grüßt dich der Morgen. Bald grüßt dich die Nacht. Im Handgepäck zermahlene Träume, in kleine Tüten verpackt, eine dir, eine mir – in der U-Bahn weinen wir alle allein. Kein Ende in Sicht, bald grüßt uns die Nacht. Und doch kämpfen wir...

Kommentare:

  1. Eine düstere Elegie, die einen kleinen Strahl Hoffnung in sich versteckt. Schön. Berührend.

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  2. Die kalte, trostlose Atmosphäre mit einem Lichtschein am Horizont ist wunderschön und traurig. Es gefällt mir sehr.
    Anna.

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  3. Welch ein Gänsehaut-erweckendes Werk, welches doch mit einem Hoffnungsschimmer endet. Du hast in weniger Worten das zusammengefasst, wofür manch ein Autor Seiten beansprucht hätte.

    Ist eigentlich mein letzter Kommentar (hatte dir auf deinen zur "Frustrationsliste" geantwortet) nicht angekommen oder musstest du ihn löschen? Wenn ich irgendwas gesagt haben könnte, was dir irgendwie nicht passend erschien, entschuldige ich mich.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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  4. Lieber Pirandil
    Hoffnungslosigkeit und neuer Mut gehen hier
    Hand in Hand, den Mut sollten wir mitnehmen,
    die Hoffnungslosigkeit lassen wir zurück.
    Schönes We für dich.
    Lg Sadie

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  5. Ein schlimmes Gefühl, das ich auch kenne - aber irgendwann durchbricht etwas diese Trostlosigkeit, und plötzlich wird das Leben wieder bunt. Ich wünsche dir, dass das bald passiert. Liebe Grüße!

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