Samstag, 27. Juni 2015

Auf Safari im Bücheregal: Suhrkamps Phantastische Bibliothek

Es ist wirklich ein Kreuz, ich bin schon wieder erkältet – oder immer noch? So genau kann ich das nicht sagen. Jedenfalls mache ich an diesem Wochenende keine großen Sprünge, obwohl draußen schönstes Sommerwetter ist. Das gibt mir allerdings Gelegenheit, eine Marotte fortzuführen, die ich am Beginn dieser Erkältungsphase entwickelt habe: Ich erforsche mein eigenes Bücherregal.

Es geht dabei um ein Regal-Fach, in dem eine ganze Reihe von Bänden der „Phantastischen Bibliothek“ des Suhrkamp-Verlags stehen. Als Jugendlicher habe ich diese Bücher regelrecht gesammelt, was dazu führte, dass ich auch einzelne Bände kaufte, ohne sie gleich zu lesen. So kommt es, dass in diesem Regal einige Bücher stehen, die ich zwar schon seit fast zwei Jahrzehnten besitze, aber bis heute noch nicht gelesen habe. Es ist spannend zu entdecken, was ich damals alles mit nachhause gebracht habe.

Bände der „Phantastischen Bibliothek“ in meinem Bücherregal.
















Ich sollte aber auch erzählen, weshalb es gerade dieses Bücherregal ist, in dem ich nun auf Safari gehe. Denn in den anderen Bücherregalen in meiner Wohnung stehen mit Sicherheit auch einige Bücher, die es noch zu lesen gilt, schon alleine durch den Import der Bücher aus der Bibliothek meines Vaters. Die Bände der „Phantastischen Bibliothek“ werden mir in schöner Regelmäßigkeit durch meine Katze Sina in Erinnerung gerufen. Wie Sina das anstellt? Ganz einfach, an solchen Tagen, an denen ich ausschlafen kann, wird sie nicht zu ihrer gewohnten Zeit gefüttert, was Sina erbost und diesen Unmut muss sie kanalisieren. Sachen herunterschmeißen ist dabei eine bei Sina sehr beliebte Maßnahme. Mit großer Freude fegt sie regelmäßig die „Phantastische Bibliothek“ aus dem Regal. Ich darf dann – in immer neuer Mischung – die Bände wieder ins Regal stellen. Dabei wurde mir klar, was für ungelesene Schätze ich noch besitze. So fand ich auch meine aktuelle Bettlektüre: H. W. Frankes „Die Glasfalle“.

Ein schönes Wochenende Euch allen,

Pirandîl

1 Kommentar:

  1. Lieber Pirandîl,
    hab vielen Dank für deine einfühlsamen Worte. Du triffst wirklich immer genau den richtigen Ton. Zu gerne würde ich mich für einen Tag, eine Woche, ein Jahr in deiner Bibliothek vergraben. Das sieht wunderbar aus.
    Alles Liebe sende ich dir,
    Anna.

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