Dienstag, 5. Mai 2015

Ich denke wieder an die Gleise

Ich denke wieder an die Bahngleise, doch ich will diese Gedanken nicht denken. Der Schritt hieße diejenigen verraten, die mir noch nah sind. Meine Familie, meine Katze, eine Hand voll Freunde, sie sind wichtig für mich. Die innere Erschöpfung wiegt schwer, die Müdigkeit von Körper und Geist auch. Ich habe es gelernt, zu kämpfen. Ich bin gut darin. Ich kann verdammt zäh sein. Also kämpfe ich. Es wäre so schön, einmal damit aufhören zu dürfen.

Nachtrag vom 7. Mai 2015: Ich bin kein Selbstmörder. Es geht weiter.

Kommentare:

  1. Lieber Pirandil,
    bewahre dir deine Stärke den Kampf zu gewinnen, wenn alles auch noch so schwer wiegt -mache einen Umweg um dieses blöde Gleis
    und gehe schnurstracks zu deinen Lieben.
    "Das Leben ist ein Kampf? Dann siege!"
    Liebe Grüße
    Sadie

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  2. Lieber Pirandîl,
    du darfst aufhören zu kämpfen. Aufhören im Sinne von Loslassen, Entspannen, Wahrnehmen, Achtsamsein, Akzeptieren, Annehmen.
    Es geht dir nicht gut und das ist in Ordnung.
    Es soll nicht so bleiben, wie es ist, auch das ist in Ordnung.
    Einfach zu gehen wäre nicht in Ordnung.
    Aber einen Moment innehalten, deine Gefühle und Gedanken bewusst wahrnehmen, ein- und ausatmen und dann, vielleicht, dir selbst etwas Gutes tun - nur etwas ganz Kleines! - etwas, das dir das Hier und Jetzt wieder bewusst macht, das ist absolut in Ordnung.
    Ich denke an dich und sende dir eine Umarmung,
    Anna.

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  3. Ja, du kannst kämpfen. Wir helfen dir - wenn auch "nur" gedanklich - dabei. Du bist stark. Diese Welt kann schöner sein als es gerade zu dieser Zeit den Anschein hat. Du bist wichtig. Bitte gib nicht auf. Ich denke an dich und sende dir viel, viel Kraft.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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  4. Ja das kannst du. Ich kann deine Worte sehr genau fuehlen, und den Wunsch es einmal lassen zu duerfen, bloss ganz kurz. Aber du bist ein Keampfer. Und ich bin stolz auf dich. Ich wuensche dir viel Kraft, und dass du nicht vergisst dass du darin im Zweifelsfall reaumlich alleine bist, aber dass wir hier an dich denken.

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  5. Ich mache mir große Sorgen um Dich, lieber Pirandîl... Natürlich weiß ich nicht genau, welche Kämpfe Du auszufechten hast, aber ich weiß, daß man eine Schlacht zur Not auch einfach mal umgehen darf... Man muss sich nicht jedem Kampf stellen. Wenn man erkennt, daß der Preis die Anstrengung nicht wert ist, darf man auch mal ausweichen, die Richtung ändern, sich sogar vorübergehend verstecken... Nur eines darf man nicht, lieber Freund... Man darf sich selbst nicht aufgeben! Im Zweifel darf man sich auch Hilfe holen... Vor ein paar Jahren habe ich das auch getan und es hat mir sehr geholfen. Ich habe mir eine Amazone (Psychotherapeutin) engagiert, die mit mir gemeinsam gegen "meine Monster" geritten ist und die seit dem im Fall der Fälle immer bereit ist, wieder auf's Pferd zu steigen. Heute brauche ich sie zwar nicht mehr, aber schon das Wissen, daß sie da ist, gibt mir Kraft.
    Liebe Grüße von Felina, die zwar keine Amazone ist, und auch nicht reiten kann, aber dafür ein offenes Ohr und ein Telefon hat... Bei Bedarf einfach kurz mailen.

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