Freitag, 17. April 2015

Morgen ist Samstag – ein Prosa-Gedicht

Wenn die Erschöpfung nur groß genug ist, verschwimmen die Konturen. Leben oder sterben, alles ist einerlei. Aus purer Gewohnheit laufen wir weiter. Man funktioniert. Wie erwartet.

Ein freier Tag lässt uns Luft holen, die Wohnung aufräumen, die unvermeidlichen Einkäufe tätigen. Doch das Rad hört nicht auf sich zu drehen. Die Maschine ist größer als ihre Einzelteile. Haben wir das wirklich gewollt? Hatten wir jemals die Wahl? Ja, hatten wir. Morgen ist Samstag, doch keine Rettung in Sicht.

Kommentare:

  1. Hallo Pirandil,
    tja man kann noch soviel herumphilosophieren,
    das Rad wird sich weiter drehen, in welche Richtung kann man vielleicht manchmal beeinflussen, doch Rettung ist keine in Sicht.
    Ich wünsche dir ein entspanntes, hoffentlich auch sonniges We.
    LG Sadie

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    1. Hallo Sadie,

      Du hast natürlich absolut Recht, das Rad lässt sich nicht aufhalten. Doch es gibt Ruhepunkte. Zum Glück ist der heutige Tag ein solcher. Danke für Deinen Wunsch und liebe Grüße, Pirandîl

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  2. Hallo,

    man weiß gar nicht, wo das kleinere Übel liegt: Das zehrende Weiterdrehen des Rades oder ein zermürbender Stillstand. Nur welche Wahl? Welche Wahl? Welche Wahl es jemals gab, ich mag es nicht zu schätzen.
    Trotzdem wünsche ich dir für deinen Samstag das allerbeste. Versuche zur Ruhe zu kommen. Des Rades Wegen, oder der Wahlen wegen - solange es dir danach etwas wohler ergeht, macht es keinen Unterschied.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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    1. Hallo Emaschi, wie schön, wieder von Dir zu hören. Vielen Dank für Deinen Wunsch, er könnte tatsächlich in Erfüllung gehen. Ich hoffe, Dir geht es gut, liebe Grüße, Pirandîl

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  3. "Die Maschine ist größer als ihre Einzelteile.", schreibst Du so treffend, lieber Pirandîl. Ich stimme Die zu, irgendwie ist jeder ein kleines Teil der großen Maschine und oft kann man sich nicht aussuchen, welches Teil man wird. Aber man kann sich durchaus innerhalb der Maschine einen anderen Platz finden, an dem man sich wohler fühlt. Und man muß sich auch nicht immer dem Tempo der Maschine anpassen, sondern kann seinen eigenen Rhythmus finden.
    Liebe Grüße von Felina, die Dir von Herzen wünscht, daß Du bald den richtigen Platz und das richtige Tempo für Dich findest.

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  4. Lieber Pirandîl,
    verzeih die späte Wortmeldung.
    Vielleicht hatten wir die Wahl, vielleicht auch nicht.
    Heute geht es darum, die Wäsche zu machen oder auch nicht. Die Wohnung aufzuräumen oder auch nicht. Es gibt kein richtig oder falsch. Sicher ist aber, dass wir die Wahl haben.
    Jetzt.
    In diesem Moment.
    Und im nächsten.
    Liebe Grüße sendet dir Anna.
    Es

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