Sonntag, 12. April 2015

In den Keller verbannt

Die Fastenzeit ist seit einer Woche vorbei, doch die Verzicht-Erfahrung hat anscheinend nachhaltig auf mich gewirkt. Das Fasten ist nach wie vor etwas Neues für mich, im vergangenen Jahr habe ich es zum ersten Mal praktiziert. Auch da war die Wirkung eine langfristige. Ich hatte auf Fleisch verzichtet und tatsächlich koche ich seitdem sehr viel mehr vegetarisch.

In diesem Jahr hatte ich den Fernseher von Aschermittwoch an nicht mehr eingeschaltet und was soll ich sagen, die Erfahrung war durchweg positiv. Auch nach Ablauf der Fastenzeit habe ich die Glotze nur selten laufen lassen und dabei vor allem bemerkt, was für eine unglaubliche Ansammlung an Müll und Schwachsinn dort zu finden ist. Nach längerer Abstinenz wird dies erst so richtig deutlich. Ich habe darum entschieden, aus der Fastenzeit die Konsequenz zu ziehen. Das Foto zeigt den Platz, an dem früher mein Fernseher stand. Er wurde nun in den Keller verbannt. Morgen werde ich im Möbelhaus ein Regelteil besorgen. Da ich nach dem Tod meines Vaters viele seiner Bücher übernommen habe, brauche ich dringend Stellplatz in meiner Wohnung…

Kommentare:

  1. Aber wozu braucht man erst eine Fastenzeit für diese Erfahrung? Es reicht auch schon, den Fernseher einmal nicht anzuschalten und das Leben zu leben. Ich lebe zwar seit einigen Jahren nicht ohne Fernseher, dafür aber ohne Fernsehprogramm und - ich vermisse nichts. Ein Filmchen schaue ich mir schon noch gerne an..

    Aber so ganz ohne Fleisch? Ich koche viel unbewußt vegetarisch, das reicht auch für den Wohlfühlfaktor. ;)

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    1. Hallo Marcel,

      oder sollte ich sagen „Hallo schwarzer Lord“? Natürlich ist die Fastenzeit nur ein aufgesetzter Rahmen, aber kulturelles Brauchtum ist nicht ohne Sinn – und sei es nur dafür, dass es eben einen Rahmen bietet.

      Es kann übrigens durchaus sein, dass ich mir ausgesuchte Filme auch weiterhin via Internet ansehen werde, das wird sich zeigen.

      Liebe Grüße, Pirandîl

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