Freitag, 19. September 2014

Geschichten im Kopf

Oder: Feststellung einer Schreibblockade


© Pirandîl
„Die Herbsthexe“, „Die Nacht der blauen Schafe“ oder „Das Zwerg-Nase-Komplott“, in meinem Kopf sind Geschichten, die geschrieben werden wollen. Doch ich komme nicht dazu. Zu wenig Zeit, zu wenig Kraft, nicht einmal zum Dichten komme ich gerade. Ob es die schwarzen Gefühle sind, die mich am Schreiben hindern, oder ob ich diese Gefühle habe, weil ich nicht schreibe? Wahrscheinlich ist es beides zusammen, ein Teufelskreis. Darum ist hier nun kein Gedicht und auch keine Geschichte, die ich Euch präsentieren könnte.

Zumindest bin ich inzwischen erfahren genug, um zu wissen, dass ich mich nicht zum Schreiben zwingen darf. Es käme nur Unfug dabei heraus. Vielleicht werde ich Euch demnächst wieder eine Leseprobe aus einem meiner » E-Books präsentieren, so wie vor einiger Zeit mit dem » Bauklötzchenspiel geschehen. Denn ganz verstummen möchte ich nicht…

Kommentare:

  1. DIese Schwärze kenne ich. Und ich kann auch nachvollziehen, dass sie die Inspiration zum Schreiben - sowie anderen Tätigkeiten - raubt. Die Schreibblockade wird früher oder später von selbst wieder verschwinden. Bitte dahin wünsche ich dir viel Kraft.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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    1. Hey Emaschi, vielen Dank für den Wunsch, Kraft kann ich tatsächlich gebrauchen. Das Leben ist zurzeit enorm anstrengend, ich werde mich durchbeißen müssen.

      Alles Liebe, Pirandîl

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  2. Die Schreibblockade kennt, glaube ich, jeder Schreiber. Auch wenn sie wirklich weh tut, ist diese Phase doch eine Erinnerung daran, dass Inspiration und Kreativität nicht selbstverständlich fließen, sondern sogar ziemlich zerbrechlich sind. Vielleicht kann ich dir einen Tipp geben: Ich nutze diese (selbstverständlichen und gar nicht unbedingt so beunruhigenden) Phasen, um mich um "Managementsachen" zu kümmern: Also das zu vermarkten, an Verlage zu schicken oder für Wettbewerbe einzureichen, was ich in besseren Zeiten geschrieben habe. So vergeht die Zeit wenigstens nicht literarisch ungenutzt... Aber trotzdem fühlt es sich schlimm an. Vielleicht wäre ein grundlegender Richtungswechsel im Leben eine Option? Meistens sprudelt das Schreiben wieder, wenn wir eine neue Perspektive bekommen.

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    1. Hallo Dezembra, es steckt sehr viel Wahres drin, in dem was Du sagst. Nach einer neuen Richtung suche ich tatsächlich. Bis diese Tür sich auftut, bilde ich mich mit praktischen Dingen weiter, denn Du hast Recht, dann ist die Zeit zumindest nicht vergeudet.

      Danke für Deine Worte und liebe Grüße, Pirandîl

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  3. Danke für deinen Kommentar. Leider kann ich nur antworten, dass er es bereits weiß, dass ich mich hintergangen fühle. Seine Aussagen reduzieren sich leider auf Standard-Phrasen: Komme darüber hinweg, war doch halb so schlimm, etc...
    Für mich ist es ja nichts neues, eingewiesen zu werden - auch von ihm nicht. Doch er kann mir keinen Grund nennen, der Sinn ergibt zu solchen Maßnahmen zu greifen. Ich war nicht psychotisch, wollte weder mir noch anderen in irgeneiner Art Schaden zufügen, habe keine Substanzen missbraucht oder sonstiges. Wenn er also keinen Grund hatte, mir auch im Nachhinein keinen nennen kann, schlussfolgere ich eben, dass er mich loshaben wollte. Er weiß genau wie ich zu Kliniken stehe und unserer Beziehung hat dies für's Erste leider den Rest gegeben.
    Es ist ihm egal, weil er den Standpunkt nicht sieht und eigentlich auch gar nicht sehen will.

    Danke herzlichst für dein Interesse. Ich weiß ja, dass es dir nicht besonders gut geht. Möchte dir hiermit noch ein wenig Kraft senden.

    Liebe Grüße
    Emaschi

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  4. Auch ich kenne diesen Zustand, wie du weißt, stecke sogar immer noch mitten darin. Mir hilft der Gedanke "Es gibt für alles eine Zeit". Jetzt gerade ist die Zeit, um mich den Anforderungen des Alltags zu stellen, mich beruflich weiterzuentwickeln und meine Partnerschaft zu pflegen. Irgendwann, das weiß ich, wird auch das Schreiben wieder den Raum bekommen, den es braucht. Und ist für diejenigen, die schreiben, das Schreiben nicht wie Atmen: Wenn man lange genug ausgeatmet hat, kommt das Einatmen irgendwann ganz von allein.

    Herzliche Grüße von der Schattentänzerin

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