Sonntag, 22. Dezember 2013

Naiômés Geschenke

Meine Nichte hat sich als Illustratorin versucht und ich finde, es ist ihr sehr gut gelungen. Sie hat die finale und wichtigste Szene meiner Geschichte „Die Weihnachtskatze“ als Bild umgesetzt. Das Bild sei mein Weihnachtsgruß an Euch, einen schönen 4. Advent und ein wunderschönes Weihnachtsfest Euch allen.


Die Kindergeschichte „Die Weihnachtskatze“ erzählt von Sara, die in der letzten Adventsnacht vor Heiligabend in die Traumwelt ihrer kleinen Schwester Rebecca reist, um ihre Schwester zu heilen. Denn in den Traumen Rebeccas hat sich ein böser Geist niedergelassen, eine Dryade namens Naiômé. Mit ihr muss es Sara aufnehmen, um ihre Schwester wieder gesund zu machen. Hier die Szene, die von meiner Nichte als Bild festgehalten wurde:

Sara betrat die Wiese und ging zu dem jungen Baum. Ida blieb derweil am Rand der Wiese stehen und betrachtete alles mit wachsamen Augen. Die Weihnachtskatze war sich sicher, dass Naiômé in der Nähe war und alles beobachtete. Warum war der Baumgeist bisher noch nicht aufgetaucht? Ida wollte einen Schritt zur Seite machen, als sie plötzlich bemerkte, dass sie das nicht konnte. Sie blickte nach unten und sah, dass sich die Grashalme wie Greifarme um ihre Pfoten gewickelt hatten. Sie war gefangen! Das musste Zauberei sein, das war das Werk von Naiômé, ganz sicher. „Sei vorsichtig, Sara“, rief die Weihnachtskatze, „der Baumgeist ist hier irgendwo.“ Als Ida das rief, war Sara schon bei dem Baum angekommen. Sie schaute sich um, aber Naiômé war nirgendwo zu sehen. Sara wollte gerade mit ihren Fingern nach dem jungen Baum greifen, um ihn auszureißen, als plötzlich eine helle Mädchenstimme sagte: „Warte, hör mich erst an.“ Die kleine Dryade war wie aus dem Nichts erschienen. Ganz plötzlich stand das Mädchen mit den braunen Haaren und dem moosgrünen Kleid auf der Wiese und lächelte Sara an. „Ich habe dir etwas anzubieten, Sara“, sagte sie und in diesem Augenblick erschienen vor Sara auf der Wiese drei wunderschöne Puppen. Es waren die schönsten Puppen, die Sara jemals gesehen hatte. Eine hatte goldene, die zweite silberne und die dritte kupferfarbene Haare. Die Augen waren glitzernde Edelsteine und sie trugen Kleider aus feinster Seide. Sara war so verblüfft, dass sie die Hand zurückzog, die sie schon an den Baum gelegt hatte. Die Weihnachtskatze rief in diesem Augenblick etwas, aber Sara hörte sie nicht, sie war wie geblendet von der Schönheit der Puppen. „Du kannst sie als Geschenk haben, wenn du sie willst“, sagte Naiômé mit freundlicher Stimme. „Du freust dich doch auf Weihnachtsgeschenke, oder? Willst du dazu auch noch ein Puppenhaus?“ Noch bevor Sara etwas erwidern konnte, erschien neben den Puppen im Gras ein Puppenhaus, so prächtig, wie Sara noch nie zuvor eins gesehen hatte. Es war aus glattem, poliertem Holz mit Fenstern aus glitzerndem Kristall. Die Räume waren mit eleganten Möbeln und echten Teppichen ausgestattet und das Dach war mit silbernen Schindeln gedeckt. Wieder rief die Weihnachtskatze etwas, aber Sara hörte sie nicht – der Zauber der Dryade wirkte bei ihr. „Möchtest du auch noch Pferde zu deinen Puppen?“, fragte Naiômé nun und auf der Wiese erschienen drei Spielzeugpferde: Ein graues mit Flügeln, ein weißes mit einem Horn auf der Stirn und ein schwarzes Pferd mit goldenen Hufen. Zum dritten Mal rief die Weihnachtskatze etwas, aber Sara hörte sie nicht. Sie hörte nur Naiômé, die sagte: „Ich schenke dir diese schönen Spielsachen zu Weihnachten, wenn du meinen Baum stehen lässt. Vergiss deine Schwester Rebecca doch einfach...

Ob Sara ihre kleine Schwester wirklich vergisst? Wenn Du die ganze Geschichte lesen möchtest, das E-Book » Die Weihnachtskatze gibt es für 
0,99 Euro bei Amazon (Kindle-E-Book).

Eine weitere, längere Leseprobe zu der Geschichte findest Du übrigens in diesem Blog, der Post trägt den Titel » Die Weihnachtskatze.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare sind immer erwünscht, werden aber zur Sicherheit stets moderiert.