Sonntag, 17. November 2013

Fast wirkt er menschlich

Hier ist ein Text, bei dem ich mir selbst nicht sicher bin, ob er wirklich Sinn macht. Das Foto entstand im Juli diesen Jahres und als es fertig war, kamen die Worte wie von selbst. Welchen Sinn lest Ihr darin?

Fast wirkt er menschlich


Fast wirkt er menschlich,
Frankfurt-Bockenheim, Juli 2013

Fast wirkt er menschlich,
wie er so steht auf zwei Beinen;
keck ruft er mich an
und spricht: „füttere mich.“
Dreister Geselle,
Sinnbild der Menschheit?
Rätsel am Straßenrand.












Kommentare:

  1. Guten Tag Pirandîl, besten Dank für Deinen Beitrag!
    Ich liebe die Kombination von Texten und Bildern, ich liebe die personifizierung von Dingen, ich liebe auch Rätsel. Insofern kommt dein Post bei mir an!
    Einen Sinn, gar einen "tieferen" Sinn wird jeder für sich entdecken können: die persönlichen Assoiationen kommen ja einfach und generieren wie von selbst eine Bedeutung!
    Allerdings kann ich mich natürlich auch gegen meine eigenen Assoziationen wehren: so wie ich persönlich das Leben eher als Tanz denn als Kampf ansehe, so möchte ich die Menschheit eher als sprudelnder Quell denn als verschlingender Gnom sehen. Trotzdem: beides geht, beides ist Sinn-voll!
    Schöne Woche und liebe Grüsse, Lukas

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    1. Hallo Lukas, das Leben als Tanz, das ist ein sehr schönes Bild, und ich finde, es trifft auch sehr gut. Im Tanz schlüpfen die Menschen in die unterschiedlichsten Rollen, in schöne und hässliche, in gute und böse. Ich glaube fest daran, dass das Leben immer aus beiden Seiten besteht, dass Licht und Dunkel nicht nur Gegensätze, sondern in ihrer Gegensätzlichkeit auch immer eins sind. Darum sind vielleicht auch ein sprudelnder Quell und ein verschlingender Gnom nur scheinbar ein Widerspruch. Das Menschliche, möglicherweise entspringt es eben in all seinen Facetten aus diesem Widerspruch.

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    2. Man kann sicher trefflich ins Philosophieren kommen hier, wie Ihr das ja bereits tut.

      Aber rein visuell schon entspricht der Abgebildete Deinen Zeilen - ich sehe einen kleinen, o-beinigen, durch die runtergezonenen Mundwinkel ungeduldig wirkenden Metall-Gnom. Einer, der auf dicke Tüte macht - und doch weiß, dass er gegen die großen Müllcontainer niemals anstinken kann.

      Seine schräg aufgesetzte grüne Plastik-Cap soll ihn "cool" erscheinen lassen. Eine Pose. Sie wirkt - im Wortsinne - aufgesetzt.

      So ist er für mich mich nicht nur ein dreister, sondern auch ein trauriger Geselle. Und damit nur allzu menschlich.

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    3. Hallo und vielen Dank für Deinen Kommentar, es freut mich sehr, dass Text und Bild eine Wirkung auf Dich hatten. Ein schöneres Kompliment kann man als Blogger nicht bekommen.

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    4. Das freut mich auch, Herr Newsdesk-Nachbar! :-)

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